28. / 29. April: Klettern zu Füßen des Matterhorn – Bergsporttage des DAV eröffnen das Programm 2018 im Gasometer Oberhausen

Klettern und anschließend den Blick aufs Matterhorn genießen – das geht in diesem Jahr auch am Gasometer Oberhausen. An drei Wochenenden lädt der Deutsche Alpenverein, Landesverband NRW, zu „Bergsporttagen“ am Oberhausener Wahrzeichen und liefert damit eine perfekte Ergänzung zur aktuellen Ausstellung „Der Berg ruft“. Dabei gibt es reichlich Gelegenheit, selbst den Alpinisten in sich zu entdecken:

Ein Kletterturm und eine Slackline bieten Gelegenheit, Geschicklichkeit und Höhentauglichkeit unter Beweis zu stellen. Für Kinder gibt es ein spannendes Naturschutz-Quiz, das spielerisch die Themen der Ausstellung „Der Berg ruft“ verarbeitet.

Daneben werden viele spannende Informationen präsentiert. Der DAV berichtet unter anderem über seinen Alpinkader, der sich auf eine Abschlussexpedition im kommenden Jahr vorbereitet. Ziel ist die Besteigung von Gipfeln im Himalaya über anspruchsvolle Routen, idealerweise Erstbesteigungen. Höhenmediziner Thomas Küpper, selbst ambitionierter Bergsteiger, erläutert, was alles im Körper am Berg und bei dünner Luft geschieht. Außerdem geht es um olympisches Klettern, eine Neuigkeit bei den Spielen 2020 in Tokio, um Berghütten in den Alpen und nicht zuletzt um den bundesweit einzigen Klettergarten in alter Industrieumgebung im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Die Termine der Bergsporttage am Gasometer Oberhausen:
28./29. April
23./24. Juni
29./30. September

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis zur aktuellen Ausstellung "Der Berg ruft" inbegriffen. Eintritt (10 EUR, 7 EUR erm., Familien 23 EUR)

Nach diesem sportlichen Auftakt vor Ort, entführen herausragende Bergsteiger und Abenteuer ihr Publikum in ferne Regionen der Erde und berichten in bildstarken Vorträgen über die extremen Herausforderungen in eisigen Höhen, über Leben und Kultur im Umfeld der steinernen Giganten:

Den Auftakt macht am 17. Mai eine lebende Legende: Reinhold Messner. „Weltberge – die 4. Dimension“ lautet sein neuester und sicher spektakulärster Vortrag. Auf der Grundlage von Bildern, welche erst durch die heutige Technik von Satellitenaufnahmen möglich sind, lässt uns Messner die individuellen Charaktere der Bergriesen hautnah erleben. Die Veranstaltung ist allerdings bereits AUSVERKAUFT!

Drei weitere Begegnungen mit Extrembergsteigern und herausragenden Kennern der Bergwelt folgen in diesem Jahr:

Am 6. Juni reisen die Besucher, angeleitet von dem Schweizer Fotografen Manuel Bauer, „Mit dem Dalai Lama durch den Himalaya“. Der Schweizer Manuel Bauer begegnete dem 14. Dalai Lama erstmalig vor fast 30 Jahren. Seit dieser Zeit durfte der Fotograf ihn auf vielen Reisen begleiten, um so auf das unterdrückte tibetische Volk und dessen bedrängte Kultur und Religion aufmerksam zu machen. Für seine neue Reportage reiste Bauer mit dem Dalai Lama durch die einmalig schönen Landschaften des Himalayas. Es entstanden so noch bisher unveröffentlichte und emotionale Bilder. In seinem Vortrag zeigt Manuel Bauer den Dalai Lama bei verschiedenen öffentlichen Anlässen ganz aber auch ganz privat und gibt seltene Einblicke in Landschaften, Menschen und ihre Kultur im Himalaya. Seine Heiligkeit besucht Flüchtlingsgemeinden der Tibeter und buddhistische Volksgruppen, um ihnen Trost zu spenden, religiöse Rituale zu leiten und Unterweisungen zu geben. Der Dalai Lama sagt über Bauer: «Ich bewundere nicht nur seinen Beruf, das Fotografieren, ich bewundere ihn auch als Menschen. Er ist ein sehr netter Mann, aufrichtig und bescheiden, und er selbst hat mir gegenüber in all diesen Jahren eine große, tief empfundene Nähe gezeigt. Er ist für mich ein echter Freund.»

Manuel Bauer, 1966 in Zürich geboren, wohnt und arbeitet in Winterthur/Schweiz. Nach seiner Ausbildung zum Werbefotografen wandte sich Manuel Bauer dem Fotojournalismus für internationale Medien zu und spezialisierte sich auf Langzeitprojekte. Dozent am Medienausbildungszentrum MAZ Luzern und am Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW.

Am 5. Juli erläutert Gerlinde Kaltenbrunner, die erste Frau, die ohne zusätzlichen Sauerstoff alle Achttausender der Erde bezwang, wie die Berge zu ihren Lehrmeistern wurden und berichtet von der spektakulären Besteigung des K2, des schwierigsten aller Achttausender.

Und Hans Kammerlander, der schon mit Skiern vom Mount Everest fuhr, entführt seine Zuhörer am 14. September zu „den Matterhörnern dieser Welt“.

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr, der Besuch der Ausstellung „Der Berg ruft“ und die Fahrt auf Gasometer-Dach mit Blick über das westliche Ruhrgebiet sind im Preis inbegriffen. Karten kosten 15 EUR (12 EUR ermäßigt) und sind erhältlich an der Gasometer-Kasse oder gegen Aufpreis online bei Ticketmaster.

Die aktuelle Ausstellung „Der Berg ruft“ im Gasometer Oberhausen ist zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 7 EUR, Familien mit bis zu 5 Kindern: 23 EUR